Linien - PU Kübli, Gstaad

Ganzjährig beginnen und enden in Gstaad vier Postautolinien (wobei zwei zu einer Durchmesserlinie verbunden sind), welche seit den 90er-Jahren alle durch PU Kübli bedient werden. Zur vollen Stunde treffen sich deshalb jeweils 3-4 Busse in Gstaad, auch auf dieser Aufnahme vom 18.12.2011. Der Volvo B10B kommt aus Schönried und fährt weiter nach Diablerets, der Setra 415NF ist in Gegenrichtung unterwegs nach Schönried, der Setra 313UL fährt nach Lauenen und der kleine Vario wie üblich nach Turbach.

Über den Col du Pillon nach Les Diablerets fährt inzwischen fast stündlich ein Postauto. Im Winter kommen verschiedene Skibuskurse ab Diablerets dazu, um die dortigen Skitouristen zur Passhöhe zu bringen. Im Rückweg fahren die Kurse teils bereits ab der Talstation Reusch auf der Berner Seite, wo die einzige Talabfahrt des steilen Skigebiets endet. In Reusch entstand auch diese Aufnahme des inzwischen ausrangierten Volvo B10L am 21.2.2009.

Von der Strasse her mässig interessant (immerhin ist sie für 12 Meter lange Niederflurwagen problemlos befahrbar...), bietet die Fahrt über den Col-du-Pillon durchwegs ein imposantes Panorama auf die felsigen Waadtländer Alpen. Bei der Endstation am Bahnhof Diablerets wartet einer der beiden Setra 313UL auf die Rückfahrt, während die gleichnamigen Gipfel der "Diablerets" langsam im Schatten verschwinden. Aufnahme am 13.11.2010.

In Gegenrichtung dient die Linie vor allem als Ortsbus für Saanen und Schönried mit ihren vielen Streu- und Feriensiedlungen. Aber auch ein Ortsbus kann im Winter vom Schnee überrascht werden, und so ist am 18.12.2011 dieser Setra 415NF wie alle Busse an diesem Tag mit Schneeketten unterwegs. Immerhin, im Vergleich zum Panoramic-Express im Hintergrund konnte der Bus den Bahnhof planmässig verlassen - der Express musste abgeschleppt werden...

Eine zweite Linie führt ab Gstaad ganzjährig ins Lauenental, das nebst vielen Einzelhöfen auch das Dorf Lauenen und den Weiler Engi, wo am 31.7.2012 diese Aufnahme entstand, umfasst. Eingesetzt werden hier fast ausschliesslich die hochflurigen und verkürzten Setra, beispielsweise dieser 2008 beschaffte 412UL, welcher damals den letzten NAW der Linie ersetzte.

Auch anzutreffen ist oft ein Setra 313UL. Im Sommer wird die Linie zum Lauenensee verlängert und es stehen zwei Fahrzeuge im Einsatz; Im Gegensatz zu anderen touristischen "See-Linien" ist die Linie zum Lauenensee aber zuerst einmal ziemlich eben und quert die weite Schwemmebene hinter dem Dorf Lauenen - Aufnahme am 31.7.2012.

Erst kurz vor dem See wird die Linie doch noch bergig und es ist gut erkennbar, warum hier die neuen Niederflurwagen nie anzutreffen sind: Schon mit denn 11.3 Metern vom Setra 313UL wird es eng. Die Aufnahme zeigt den (noch einmal 50 Zentimeter kürzeren) 412UL auf Talfahrt unterhalb des Sees.

Bei schönem Wetter müssen die Kurse vom und zum Lauenensee regelmässig doppelt geführt werden. Oft kommt dann der verkürzte Volvo B10B-400 zum Zug, inzwischen bereits der älteste "grosse" Bus im Betrieb. Die Aufnahme zeigt den Wagen als Direktkurs Lauenensee - Gstaad oberhalb Engi, im Hintergrund das Niesenhorn.

Im Gegensatz zu den anderen Linien ist die Linie ins urtümliche Turbachtal weniger bekannt und war in den letzten Jahren chronisch von der Einstellung bedroht. Dank Initiative der Gemeinde und der Talbewohner fährt der Bus heute allerdings noch immer ein Grundangebot, und seit 2006 steht ein niederfluriger Vario zur Verfügung. Am 31.7.2012 hat der Wagen soeben bei der nur drei Mal pro Tag bedienten Endstation Rotengraben gewendet und fährt nun gemächlich zurück über die schmale Strasse ins Dorf Turbach und weiter nach Gstaad.

Last Update: 13.08.2012