14.6.2010: Winterthur - irgendwo in Deutschland

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Bericht von Jonas   Die Reise begann am Bahnhof Winterthur. 15:43 nimmt uns die S16 Richtung Herrliberg mit bis Zürich Flughafen, von dort geht's mit dem Flugzug weiter nach Basel SBB. Bis hierhin ist die Reise für mich eigentlich Routine.
In Basel beginnt die eigentliche Reise und unser Interrail. Unser Zug, der CityNightLine 192, besteht aus zwei Liege- und einem Schlafwagen Basel - Kopenhagen und zwei Russischen Schlafwagen nach Moskau. In unserem Liegewagen-6er-Abteil im Wagen 192 begrüsst uns bereits eine kleine und eher rundliche Dänin, unterwegs von Alpnach (wo ihr Patenmädchen, Tochter einer Schulfreundin, Konfirmation feierte) nach Kolding in Dänemark. Nach kurzer Fahrt steigt in Freiburg im Breisgau ein schwedischer Student ein, der gut deutsch spricht und mit dem wir uns in nächster Zeit unterhalten werden. Er hat in Göteborg und Freiburg Musik studiert und wird im Herbst in Lausanne das passende Master-Studium beginnen. Die gesprächsfreie Zeit (der Schwede schaut auf seinem Laptop "Alice im Wunderland" auf Schwedisch) verbringen wir mit Lesen und MasterMind spielen. Bis zum letzten Halt vor der Nacht in Frankfurt (Main) Süd ist die Hoffnung auf ein nicht ganz so volles Abteil intakt, dort steigen allerdings im letzten Moment zwei Damen mit unglaublich grossen Koffern zu und füllen unser Abteil. Die beiden, eine in Frankfurt arbeitende Dänin und eine (nicht so gesprächige und deshalb bis heute unbekannte) Englisch-Studentin, vermutlich irgendwo aus dem Osten Europas und ebenfalls mit Interrail unterwegs. Langsam wird es dunkel, und mangels gutem Leselicht beginnen wir gegen 23 Uhr mit dem Umbau des Abteils in Schlafposition. Nach dem Halt in Fulda gegen 23:30 Uhr, wo die Wagen nach Moskau abgehängt werden, schlafe ich ein, erwache aber schon in Hannover, da ich stark schwitze und entgegen meinen Plänen doch einen Kleiderwechsel vornehmen muss.

Kommentar von Matthias   Die Reise begann am Bahnhof Winterthur. Ich war natürlich mal wieder eine Dreiviertelstunde zu früh dort und das, obwohl ich mich noch mit dem ganzen Gepäck durch den Coop gekämpft hatte. Ich vertrieb mir die Zeit Gitarre spielend, bis Jonas nach fünfzehn Minuten auch auftauchte. Das Abenteuer konnte beginnen. Die Fahrt nach Basel dauerte für mich eine gefühlte Ewigkeit, denn ich konnte es kaum erwarten bis es so richtig losgehen würde. Umso grösser war meine Freude, als wir in Basel den Nachtzug bestiegen und Aufbruchstimmung aufkam. Mit dem Zusteigen unseres schwedischen Mitreisenden kam auch die Unterhaltung in Gang. Die Themen in Kürze: ÖV, Skigebiete, Fondue. Nach soviel schweizerischem Kulturgut bekamen wir am späteren Abend mit dem Zusteigen der Dänin auch noch einen Vorgeschmack auf das, was wir während den nächsten Tagen zu Ohren bekommen würden. Mein Fazit des Tages: Ich kann definitiv kein Schwedisch.

Bildergalerie vom 14.6.2010

  • 1a: Tag 0, Stunde 1 im IC nach Basel. Noch hat die Reise nicht wirklich begonnen...
  • 1b: Auch in den Ferien wächst das Jonas'sche Bahnfoto-Archiv, z.b. um einige abgestellte 425 in Süddeutschland...
  • 1c: Schon am 1. Tag in Foto-Stimmung...
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